Wutanfälle bei Schulkindern – Liebevoll begleiten, mit und ohne ADHS

 

Es gibt Momente, in denen die Wut deines Kindes wie eine Welle über euch beide hinwegrollt. Es schreit, schlägt um sich, zerstört Dinge – und du stehst da, voller Liebe, aber auch voller Unsicherheit. Wie kannst du es jetzt erreichen, wenn Worte nicht mehr ankommen? Wie kannst du es halten, wenn es um sich schlägt?

Wut ist eine starke Emotion. Sie bedeutet nicht, dass dein Kind „schwierig“ oder „ungezogen“ ist – sie zeigt uns, dass es gerade überfordert ist und etwas nicht in Worte fassen kann. Besonders Kinder mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, ihre Gefühle zu regulieren. Ihre Emotionen kommen schnell und intensiv, sie reagieren impulsiv und können sich schwerer beruhigen. Doch egal, ob mit oder ohne ADHS – dein Kind braucht dich jetzt.

In der Wut gemeinsam atmen

Wenn dein Kind schreit und tobt, ist es, als wäre sein inneres Alarmsystem auf höchster Stufe. Es hört dich nicht mehr. Dein ruhiger Atem, deine Präsenz können wie ein Leuchtturm in diesem Sturm sein. Versuche, selbst ruhig zu bleiben, auch wenn es schwerfällt. Dein Kind spürt deine Energie – wenn du entspannt bist, kann es sich eher beruhigen.

Sprich leise, wenn du kannst. Oder sage gar nichts, sei einfach da. Ein Blick, eine sanfte Berührung, wenn dein Kind das zulässt. Wenn es schlägt oder Dinge zerstört, geht es nicht darum, es „zu stoppen“, sondern ihm zu helfen, sich nicht selbst oder andere zu verletzen. Manchmal hilft es, gefährliche Gegenstände außer Reichweite zu bringen oder es sanft, aber bestimmt daran zu hindern, sich weh zu tun. „Ich halte dich, damit du sicher bist.“

Worte sind in der Wut nicht immer nötig

Wenn dein Kind wütend ist, braucht es keine langen Erklärungen. Kurze, beruhigende Sätze können Wunder wirken:

„Ich bin hier.“

„Du bist sicher.“

„Ich sehe, dass du gerade ganz viel Wut spürst.“

Manchmal braucht es auch einen Weg, die Wut körperlich abzuleiten. Vielleicht kann es in ein Kissen schlagen, auf eine Matte stampfen oder mit den Händen gegen die Wand drücken. Besonders Kinder mit ADHS brauchen oft eine Möglichkeit, ihre überschüssige Energie loszuwerden. Manche Kinder beruhigt Bewegung, andere brauchen eine Höhle aus Decken, in die sie sich zurückziehen können.

Nach dem Sturm kommt die Nähe

Irgendwann ebbt die Wut ab. Vielleicht sitzt dein Kind erschöpft auf dem Boden, vielleicht lehnt es sich an dich. Jetzt ist nicht der Moment für Fragen oder Erklärungen. Jetzt ist einfach nur Zeit für Nähe. Manche Kinder wollen in den Arm genommen werden, andere brauchen noch ein bisschen Raum. Und das ist okay.

Später, wenn dein Kind wieder ansprechbar ist, könnt ihr gemeinsam darüber reden. Was hat es so wütend gemacht? Wie hat sich die Wut angefühlt? Was hätte helfen können? Kinder mit ADHS können oft schwer aus der Situation lernen, wenn die Emotionen hochkochen – aber wenn sie entspannt sind, kann man ihnen neue Strategien an die Hand geben.

Vielleicht könnt ihr eine kleine „Wut-Notfallbox“ zusammenstellen: einen Stressball, eine Knetmasse, ein Bild, das beruhigt. Vielleicht hilft ein Codewort, das signalisiert: „Ich brauche eine Pause.“ Und vor allem hilft dein Verständnis, deine Geduld, dein Wissen, dass dein Kind nicht „böse“ ist, sondern einfach ein starkes Gefühl durchlebt.

Gemeinsam wachsen

Jeder Wutanfall ist eine Herausforderung – aber auch eine Chance, dein Kind besser zu verstehen. Dein Kind lernt von dir, dass alle Gefühle okay sind und dass es nicht alleine ist. Mit der Zeit wird es neue Wege finden, seine Wut auszudrücken, und du wirst merken: Ihr werdet als Team immer stärker.

Manchmal hilft es, sich daran zu erinnern: Auch wir Erwachsenen haben Tage, an denen wir am liebsten schreien würden. Und wenn dann jemand da ist, der uns nicht bewertet, sondern einfach nur hält – das ist unbezahlbar.

Dein Kind braucht nicht weniger Gefühle. Es braucht dich, der ihm zeigt, wie man mit ihnen umgehen kann.

 

 

Die Macht unserer Gedanken: Warum Affirmationen so wertvoll sind und wie sie unseren Alltag bereichern

 

Unsere Gedanken sind mächtiger, als wir oft glauben. Sie formen nicht nur, wie wir die Welt sehen, sondern auch, wie wir uns selbst und unsere Kinder wahrnehmen. Positive Gedanken wirken wie Samen, die wir pflanzen – sie können wachsen, blühen und unser Leben bereichern. Doch was bedeutet das konkret für den Familienalltag? Und wie können Affirmationen uns dabei unterstützen, unsere Kinder liebevoll und bedürfnisorientiert zu begleiten?

●Gedanken prägen unsere Realität

Was wir über uns selbst denken, hat einen enormen Einfluss darauf, wie wir handeln und wie wir uns fühlen. Das gilt auch für unsere Kinder. Ein Kind, das oft hört oder spürt: „Ich bin genug, so wie ich bin“, entwickelt ein starkes Selbstwertgefühl. Umgekehrt können negative Botschaften – bewusst oder unbewusst – dazu führen, dass Kinder an sich zweifeln.

Die gute Nachricht: Wir können aktiv Einfluss auf unsere Gedanken nehmen – und Affirmationen sind ein wunderbares Werkzeug dafür.

●Was sind Affirmationen und wozu sind sie gut?

Affirmationen sind positive, stärkende Sätze, die uns daran erinnern, was wirklich wichtig ist. Sie können helfen, negative Glaubenssätze zu hinterfragen und durch unterstützende Gedanken zu ersetzen.

Für Kinder können Affirmationen wie eine liebevolle innere Stimme wirken, die sie durch Herausforderungen begleitet. Sie geben Kraft, fördern den Selbstwert und schaffen Vertrauen – in sich selbst und in die Welt.

Beispiele für Affirmationen:

„Ich bin wertvoll, so wie ich bin.“

„Meine Gefühle sind wichtig.“

„Ich darf Fehler machen und daraus lernen.“

●Affirmationen in den Familienalltag integrieren

Affirmationen können auf viele liebevolle und kreative Weisen in den Alltag eingebaut werden. Hier ein paar Ideen:

1. Morgendliche Rituale: Beginnt den Tag mit einer kurzen Affirmation, die ihr gemeinsam sprecht. Zum Beispiel: „Heute wird ein schöner Tag, und wir schaffen alles Schritt für Schritt.“

2. Abendliches Reflektieren: Nutzt die Zeit vor dem Einschlafen, um über positive Erlebnisse des Tages zu sprechen. Verbindet dies mit einer Affirmation wie: „Ich habe heute mein Bestes gegeben, und das ist genug.“

3. Spielerisch einbinden: Malt gemeinsam bunte Karten oder Steine mit Affirmationen und platziert sie an Orten, die euer Kind oft sieht – zum Beispiel am Spiegel oder neben dem Bett.

4. Bewegung und Sprache: Verbindet Affirmationen mit Bewegung, z. B. beim Spielen oder Tanzen. Sätze wie „Ich bin stark“ können mit kraftvollen Bewegungen begleitet werden.

5. Eltern als Vorbilder: Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn du selbst Affirmationen nutzt und deine eigenen Gedanken liebevoll lenkst, wird dein Kind dies auf natürliche Weise übernehmen.

●Bedürfnisorientierte Affirmationen für Eltern

Nicht nur Kinder, auch wir Eltern profitieren von Affirmationen. Denn unser Alltag ist oft voller Herausforderungen, und es ist leicht, an sich selbst zu zweifeln. Eine stärkende Affirmation kann helfen, liebevoll mit sich selbst umzugehen, z. B.:

„Ich mache einen Unterschied im Leben meiner Kinder.“

„Ich darf Fehler machen, ich wachse jeden Tag.“

„Ich bin genug.“

●Ein liebevoller Blick auf uns selbst und unsere Kinder

Wenn wir unsere Gedanken achtsam lenken, können wir nicht nur uns selbst stärken, sondern auch unsere Kinder. Affirmationen sind ein kleiner, aber kraftvoller Schritt hin zu mehr Selbstliebe, Vertrauen und Verbindung.

Probiert es aus – vielleicht wird eine Affirmation für euch und eure Familie zum täglichen Begleiter. Und erinnert euch: Eure Gedanken haben die Macht, euch und eure Kinder stark zu machen.

 

 

Ein Brief an dich, liebe Mama, lieber Papa: Du bist wundervoll!❤️

 

Manchmal sind sie da, diese leisen Zweifel, die uns im Alltag als Eltern überfallen. Momente, in denen wir uns fragen, ob wir genug sind. Ob wir alles richtig machen. Ob unsere Kinder später mit einem liebevollen Gefühl auf ihre Kindheit zurückblicken werden – oder ob sie sich an unsere Ungeduld und Fehler erinnern.

Wenn diese Zweifel kommen, dann lass mich dir eines ganz klar sagen: Du bist wundervoll.

Deine Kinder lieben dich mit jeder Faser ihres Wesens – bedingungslos und auf eine Weise, die Worte niemals vollständig beschreiben können. Vielleicht können sie diese Liebe jetzt noch nicht ausdrücken, und vielleicht werden sie es auch in zwanzig Jahren nicht perfekt in Worte fassen können. Aber sie spüren es. Und sie wissen es.

Du bist ihr Anker in einer oft überwältigenden Welt. Du bist ihr sicherer Hafen, der Ort, zu dem sie immer wieder zurückkehren. Selbst dann, wenn es Tage gibt, an denen die Dinge nicht so laufen, wie du es dir wünschst.

Auch wenn du dich im Ton vergreifst, vielleicht zu laut wirst oder ein „Nein“ aussprichst, das du kurz darauf bereust – bist du immer noch der wichtigste Mensch in ihrem Leben.
Auch wenn dir die Geduld fehlt, um zuzusehen, wie die Jacke zum zwanzigsten Mal ausprobiert wird, oder wenn du einfach nicht mehr auf die hundertste Rutschpartie warten kannst – bleibst du der Mensch, der ihnen bedingungslose Liebe schenkt.
Auch wenn du dich manchmal hilflos, müde oder überfordert fühlst – für deine Kinder bist du die Welt.

Kinder haben so feine Antennen. Sie nehmen nicht nur deine Worte wahr, sondern auch deine Gefühle, deine Intentionen, dein Herz. Sie spüren, wenn du sie liebst, und das tun sie ganz unabhängig davon, ob der Tag perfekt gelaufen ist oder nicht. Sie fühlen diese Liebe so klar, wie wir die Sonnenstrahlen am Horizont sehen können.

Das Leben mit Kindern ist nicht perfekt. Und es muss auch nicht perfekt sein. Fehler gehören dazu, weil wir alle Menschen sind. Elternschaft bedeutet nicht, immer alles richtig zu machen. Es bedeutet, jeden Tag aufs Neue da zu sein, immer wieder aufzustehen, auch nach schwierigen Momenten, und weiterzulieben – bedingungslos und ehrlich.

Manchmal vergessen wir, dass unsere Kinder uns nicht als perfekte Eltern brauchen. Sie brauchen uns, so wie wir sind. Mit unseren Macken, unseren Fehlern, unserer Ungeduld – und vor allem mit unserer Liebe. Denn diese Liebe macht alles andere wett.

Und selbst, wenn es dir schwerfällt, an dich selbst zu glauben, erinnere dich daran: Deine Kinder tun es. Sie sehen dich durch eine Linse der Liebe, durch die alles Gute an dir leuchtet. Für sie bist du die perfekte Mama, der perfekte Papa, weil du ihr sicherer Ort bist.

Also bitte, liebe Mama, lieber Papa:
Sei nachsichtig mit dir selbst. Verzeih dir deine Fehler. Umarme die Unperfektheit, die Elternschaft mit sich bringt. Und glaube daran, dass du genug bist – genau so, wie du bist.

Denn du bist wundervoll.
Du bist der Mensch, der ihre kleinen Herzen mit Liebe füllt.
Du bist der Mensch, der ihre Welt heller macht.
Du bist genug.

(ICH BIN STOLZ AUF DICH ♥︎♡)

 

 

 

Bedürfnisorientiert begleiten wenn ein Geschwisterkind das Licht der Welt erblickt

 

Mir hat ein Mami folgendes geschrieben (darf gepostet werden): "Bald kommt unser zweites Wunder zur Welt und ich merke wie es für 🧡 sehr schwer ist, dies zu verstehen. Ich bin überfragt wie ich die baldige neue Situation herangehen soll, damit ich 🧡 bedürfnisorientiert begleiten kann. Die Geburt von 💙 ist in rund 2 Wochen und ich mache mir ziemliche Sorgen. Vielleicht hast du einen Tipp für uns."

Liebes Mami, Lieber Papi

Die Geburt eines Geschwisterkindes ist ein großer Moment für eine Familie – voller Vorfreude, Liebe, aber auch großer Veränderungen. Besonders für das ältere Kind bedeutet sie, seinen Platz in der Familie neu zu entdecken. Auf einmal ist da ein kleiner Mensch, der so viel Aufmerksamkeit braucht, während Mama und Papa vielleicht nicht mehr so verfügbar sind wie vorher. Es ist eine Zeit voller Gefühle, die einfühlsame Begleitung und Verständnis braucht.

Für ein Kind kann die Ankunft eines Babys ganz unterschiedliche Gedanken auslösen. Vielleicht ist da Neugier und Freude: Wer ist dieses neue Geschwisterchen, das alle so begeistert? Gleichzeitig können Unsicherheiten entstehen. „Liebt Mama mich noch genauso? Was, wenn Papa nur noch Zeit für das Baby hat? Bin ich jetzt nicht mehr wichtig?“ Diese Fragen sind nicht immer sichtbar, aber sie können tief im Herzen deines Kindes mitschwingen.

Es ist so wichtig, dein Kind genau hier abzuholen. Es braucht deinen Blick, der ihm zeigt: „Ich sehe dich. Ich liebe dich, genauso wie vorher. Du bist unersetzlich in meiner Welt.“ Gerade in Momenten, in denen die Aufmerksamkeit oft beim Baby liegt, können kleine Gesten Wunder wirken. Ein inniges Lächeln, ein bewusstes Zuhören oder ein gemeinsamer Moment nur für euch zwei schenken deinem Kind das Gefühl, sicher und geliebt zu sein.

Manchmal sind die Gefühle deines Kindes vielleicht größer, als es sie ausdrücken kann. Eifersucht, Wut oder Rückzug – all das sind Zeichen, dass es dich braucht. Statt diese Gefühle zu bewerten, darfst du sie willkommen heißen. Es ist okay zu sagen: „Es fühlt sich doof an, wenn ich das Baby auf dem Arm habe, stimmt’s? Du darfst wütend sein. Es ist nicht immer leicht, wenn sich so viel verändert.“ Allein das Aussprechen dieser Gefühle kann deinem Kind zeigen, dass es mit all dem, was in ihm vorgeht, nicht allein ist.

Auch die Beziehung zum Geschwisterchen entwickelt sich erst. Vielleicht fühlt dein Kind anfangs gar nichts für das Baby, oder es fällt ihm schwer, Zuneigung zu zeigen. Das ist völlig in Ordnung. Beziehungen brauchen Zeit – und einfühlsame Begleitung. Du kannst Momente schaffen, in denen Nähe entstehen darf, ohne Druck. „Schau mal, das Baby hat deine Hand gehalten – das mag es bestimmt.“ oder „Ich glaube, das Baby freut sich, wenn du ihm was vorsingst.“ Solche kleinen Ermutigungen zeigen deinem Kind, dass es wichtig ist – auch für das Baby.

Und vielleicht gibt es Tage, an denen es schwierig ist, beiden Kindern gerecht zu werden. Tage, an denen du das Gefühl hast, nicht genug zu sein. Erinnere dich daran: *Du bist genug*. Deine Liebe, deine Geduld, selbst in den herausfordernden Momenten, sind das, was zählt. Deine Kinder spüren, dass sie in dir ein sicheres Zuhause haben, egal, wie turbulent der Alltag manchmal ist.💕

Für dein älteres Kind ist diese Zeit ein großer Schritt. Es lernt, seinen Platz neu zu finden, seine Gefühle zu verstehen und Teil eines wachsenden Teams zu sein. Und dabei hat es dich an seiner Seite – als sichere Basis, als liebevolle Begleitung, als jemand, der es mit allem sieht, was es ist. Und das ist das Schönste, was du deinem Kind schenken kannst: das Gefühl, dass es genauso, wie es ist, perfekt und unendlich geliebt ist.